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KI für Beginner

RAG verstehen: Antworten mit passenden Dokumentstellen unterstützen

2026-10-02

Bei RAG werden zur Antwortzeit passende Dokumentstellen abgerufen. Das kann Antworten besser auf internes Wissen beziehen, verlangt aber weiterhin Prüfung.

Was bedeutet die Technologie?

RAG steht für „Retrieval-Augmented Generation“ – Texterzeugung mit ergänzendem Abruf. Bei einer Frage sucht ein System nach passenden Stellen in einer bereitgestellten Wissenssammlung. Diese Treffer werden dem Sprachmodell als zusätzlicher Kontext für die Antwort gegeben. Die ursprüngliche Forschungsarbeit beschreibt die Verbindung eines Sprachmodells mit einem externen, durchsuchbaren Wissensspeicher.[1]

In vielen heute eingesetzten Anwendungen wird also bei einer Anfrage gesucht und anschließend mit den gefundenen Passagen geantwortet. Das ist etwas anderes, als jede neue Datei direkt in die Modellgewichte zu trainieren. RAG bezeichnet allerdings ein technisches Prinzip, keine einzige feste Umsetzung: Die ursprüngliche Forschungsvariante trainierte Komponenten gemeinsam; ein übliches Unternehmenssystem kann Dokumente dagegen zur Laufzeit abrufen, ohne das Sprachmodell für jede Änderung neu zu trainieren.[1][2][3]

Welchen Mehrwert hat es, das zu wissen?

Unternehmensfragen beziehen sich oft auf eigene Unterlagen: Richtlinien, Handreichungen, Kursmaterial oder Projektdokumente. Ein allgemeines Modell kennt deren aktuellen Inhalt nicht automatisch. RAG kann passende Stellen aus einem freigegebenen Bestand zum richtigen Zeitpunkt in den Arbeitsablauf einbringen. OpenAI beschreibt dafür semantische Suche in gespeicherten Dokumenten und Werkzeuge, die Dateien vor einer Antwort durchsuchen.[2][3]

Wer den Ablauf kennt, kann eine Antwort besser prüfen: Welche Dokumentstellen wurden gefunden? Passen sie wirklich zur Frage? Gibt die Antwort ihren Inhalt korrekt wieder? Ein Quellenverweis hilft bei dieser Kontrolle, ist für sich allein aber keine Garantie für eine richtige Schlussfolgerung.

Wie verbessert es die Arbeit mit KI?

Beginnen Sie mit einer kleinen Sammlung aktueller und freigegebener Dokumente. Legen Sie fest, welche Fragen damit beantwortet werden sollen und wer auf die Inhalte zugreifen darf. Prüfen Sie an einer echten Beispielanfrage zuerst den Abruf: Findet das System die Passagen, die eine fachkundige Person erwarten würde? Bewerten Sie danach getrennt, ob die Antwort diese Stellen korrekt zusammenfasst.

Bitten Sie bei wichtigen Antworten um nachvollziehbare Verweise auf die verwendeten Unterlagen. Sorgen Sie außerdem dafür, dass veraltete Fassungen erkannt oder entfernt werden und dass Zugriffsrechte bei der Suche eingehalten werden. So wird klarer, ob ein Fehler aus der Suche, aus den Quelldokumenten oder aus der Formulierung entsteht.

Grenzen und erster Schritt

RAG garantiert keine Richtigkeit. Eine Suche kann wichtige Stellen übersehen; das Modell kann gefundene Inhalte falsch verstehen oder zu weitgehende Schlüsse ziehen. Widersprüchliche oder veraltete Dokumente bleiben ein Problem. Für Entscheidungen mit Folgen ist daher weiterhin eine fachliche Prüfung nötig.

Als erster Schritt genügt eine häufige Frage und eine kleine Auswahl freigegebener Unterlagen. Bestimmen Sie vorher selbst, welche Stellen eine gute Antwort tragen müssten, und vergleichen Sie sie mit den tatsächlich gefundenen Treffern.

Quellen

  1. Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks · Lewis et al., arXiv
  2. Retrieval | OpenAI API · OpenAI
  3. File search | OpenAI API · OpenAI

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